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Konzerte in Kirchen

Kirchen waren und sind der Ausgangspunkt für kontemplative Musik, beispielsweise die von Johann Sebastian Bach, dessen ungeheure Werkfülle u.a. dadurch zustande kam, dass er wöchentlich neue Werke für eigene Gottesdienste schuf. Auch heute spielt die Musik eine hervorragende Rolle im Leben der Gemeinden, wobei sich (zu Recht) große Toleranz gegenüber modernen Musizierrichtungen entwickelt hat. Als Cellist fühle ich mich der Pflege des Musikerbes verpflichtet.

Neben den „Klassikern“ wie den 6 Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach, ebenso den 3 Solosuiten von Max Reger bietet die Celloliteratur eine Vielzahl von Miniaturen und Klavierbearbeitungen, die sich hervorragend auch für Cello und Orgel eignen: Stücke von Antonin Dvorak, Camille Saint-Saens, Peter Tschaikowski, Johann Christian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Joseph Haydn u.v.a. mehr.

Ich arbeite regelmäßig mit dem Organisten der Cottbuser Lutherkirche, Herrn Dietmar Schoene, zusammen, fände es aber auch sehr interessant, mit den Organisten anderer Kirchen ein Programm zu erarbeiten. Notenmaterial wird rechtzeitig zugesandt. Die Programme finanzieren sich recht gut über Kollekten (von festen Eintrittspreisen raten wir ab), wobei ein angemessener Teil bei der Kirche verbleiben soll (bei Beteiligung des ansässigen Organisten mindestens 50%). Plakate stellen wir zur Verfügung.


Klassik in der Krise?

Das würde ich nicht so sehen. Sämtliche (guten) Musiker haben wie immer überreichlich zu tun. Die klassische Musik ist nicht wesentlicher in der Krise als junge Rockbands, die ohne jegliche staatliche Förderung versuchen, „einen Fuß auf die Erde“ zu bekommen.

Natürlich gehört Klassik, das sagt ja schon der Name, zur Geschichte, ebenso wie Kirchen, Schlösser, historische Stadtkerne, Literatur, Gemälde usf. Ist das alles in der Krise? Wohl kaum, auch wenn ständig gefragt wird, wie man den Erhalt finanzieren soll. Auch dafür gibt es hinreichend Beispiele in der Geschichte, vom Fürsten, der ein Orchester finanziert (und somit beispielsweise ein geniales Werk wie das von Joseph Haydn mit ermöglicht) bis zum Bürgerverein, der 1743 das Leipziger Gewandhaus gründet und somit ein Orchester von heutigem Weltruf schafft. Adäquat kann man heutiges Fundraising betrachten, in Europa leider noch unterentwickelt.

Klassische Musiker konkurrieren natürlich immer mit dem vorherrschenden Zeitgeist, und hier ist etwas abseits von Moden und mehr oder weniger geistiger Tiefe in Künsten generell zu sagen. Schon immer versuchten Musiker, Klänge zu erweitern, man denke etwa an etliche durch Johann Sebastian Bach erfundene Saiteninstrumente, die heute verschwunden sind. Seit der Einführung der temperierten Stimmung durch Andreas Werckmeister im Jahr 1691 begann zudem eine Entwicklung zur überall gleichklingenden Intonation, die durch einzelne „fest“ gestimmte Instrumente wie zunächst das Klavier vorgegeben wurde, und im 20. Jahrhundert kulminierte dies nach der Entwicklung von Tonkonserven, durch die erstmals maßgebliche Interpretationen jedermann dauerhaft zugänglich wurden, und durch die Dominanz elektrischer und elektronischer Instrumente (die nie falsch klingen) zu einem Punkt, an dem sich gerade Streicher, Sänger und Bläser, die sich ihre Intonation täglich neu erarbeiten, ständig mit allgegenwärtigen „perfekten“ Sounds vergleichen lassen müssen. Die Anforderungen an eine blitzsaubere Intonation und perfekte Sounds sind in den letzten 50 Jahren immens gestiegen, und man glaube nicht, dass der ständig Radio-/ CD-hörende Laie kleinste Abweichungen nicht registriert. Er kann zwar nicht sagen, was ihn stört. Ich behaupte: es sind sehr oft unsere unzureichende Intonation und/oder Klänge. Diesem werden wir Streicher uns stellen müssen.


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